Montag, 10. August 2020

Zurück in Bonn, Tourvideo fertig

 Nach mehr als 3100 Kilometern sind wir wieder zurück im heißen Bonn. Das Video der Reise ist auch fertig geworden und hier sind 12 Tage im 14 Minuten Schnelldurchgang.



Mittwoch, 5. August 2020

Entdeckungstour durch Rhön und Vogelsberg

Auf zur vorletzten Etappe unserer Rollerreise, knapp 3000 Kilometer haben wir durch Süddeutschland und Österreich zurückgelegt, viel tolle Landschaften gesehen und den Großglockner befahren. Eigentlich hatte ich für die heutige Etappe über die Wasserkuppe und den Vogelsbergkreis Richtung Weilburg keine großen Erwartungen. Doch wir wurden beide positiv überrascht. Angenehme Temperaturen um 26 Grad, blauer Himmel, leere, gut ausgebaute Straßen und einen fantastische Landschaft mit ausgezeichneten Fernblicken. Das Fahren hat richtig Spaß gemacht. Wir hatten den Adventure-Modus bei Hartwigs Garmin Zumo 345 Navigation ausprobiert - mit überraschendem Erfolg.

Dienstag, 4. August 2020

Durch Bayern und Thüringen und von Bayern wieder nach Thüringen


Heute morgen fuhren wir von Weissenstadt los, Richtung Thüringen. Der erste Stopp war das Dorf Möldareuth, ein kleiner Ort, durch den die damalige Grenze zwischen BRD und DDR ging, gelegen am Fluß Tannbach. Der Ort war auch die Vorlage für eine gleichnamige Fernsehserie names Tannbach. Schon beeindruckend war es die teilweise erhaltenen Grenzbefestigungen in dem kleinen Dorf zusehen.

Auf der Hinfahrt streikten irgendwie beide Navis, wir hielten an, Laptop raus und die Route neu auf die Navis spielen. Mit viel Gefuckel kappte es schließlich. Weiter ging es auf kleinen gut ausgebauten Straßen durch Thüringen, um anschliessend nun doch Hotel in Suhl und fuhren direkt dorthin. Zwischendurch wäre mir bei einem Zwischenstopp fasst die Fuoco umgefallen, ich hatte versehentlich den Roll-Lock deaktiviert. Ich konnte sie gerade noch halten. Es war heute recht frisch. Zum ersten Mal habe ich meine Motorradjacke, eigentlich für den Großglockner vorgesehen, gebraucht und die Lederjacke weggepackt.

Suhl: ab 18 Uhr nichts los.

Morgen fahren wir Richtung Wasserkuppe, das Wetter soll deutlich besser werden.

Montag, 3. August 2020

Fast trocken in das Fichtelgebirge

Dunkele Wolken ziehen auf Regensburg zu. Zeit nach Norden zu kommen, da soll es besseres Wetter geben. Wir fahren gegen 10 Uhr, später als sonst über die Autobahn Richtung Bayreuth und dann auf Landstraßen ins Fichtelgebirge. Wenig los hier auf den Straßen und angenehmes Fahren bei Temperaturen unter 20 Grad. 

Hartwig erklärt.

Bei jedem Stopp auf dieser Reise muss sich Hartwig Fragen zu seinem CanAm Spider stellen. "Wie nennt man ein solches Fahrzeug? Welchen Führerschein braucht man?" Es wird fast lästig. Nach meiner Fuoco fragt höchstens jemand aus Höflichkeit.
Audi Urban Concept, Elektroautostudie aus 2011, im Museum in Fichtelstein

In der Nähe des Ochsenkopfs im Fichtelgebirge fanden wir ein Automuseum, dass überraschend gut sortiert war. Autos, Motorräder und auch einige russische Kampfjets waren dort von einem Privatsammler ausgestellt worden. Wir waren von der Fülle und Vielfalt sehr beeindruckt. Als wir dann etwas erschlagen um 15 Uhr aus dem Museum kamen, war klar das Zeit für die Quartiersuche ist. Wir fanden nach ein paar Kilometern in Weissenstadt ein kleines preiswertes Hotel und haben uns da jetzt bis morgen einquartiert.

Angekommen in Weißstadt

Sonntag, 2. August 2020

Erster Regentag - Planänderung nach Regensburg

Auch kleine Wege führen zum Ziel.
Wenn es nass wird muss man flexibel bleiben. Statt also weiter hoch in den Bayerischen Wald zu fahren haben wir kurzfristig unser Tagesziel auf Regensburg verschoben. Damit es nicht zu langweilig wird gab es einen Zwischenstopp im Kloster Weltenburg an der Donau. Ich war vor einigen Jahren mal dort und hatte den Ort in guter Erinnerung.
Donau am Kloster Weltenburg

Die Strecke war relativ langweilig, aber schnell. Trotzdem reihte sich Umleitung an Umleitung und wir hatten den Eindruck dort nie anzukommen. Irgendwann war es geschafft. Fahrzeuge abgestellt und zu Fuß 700 Meter zum Koster. Dort angekommen begann es heftig zu regnen und eine lange Schlange stand vor dem Eingang zur Klostergaststätte. Also erstmal in die Kirche und als der Regen nachließ zurück zu den Maschinen. Regenkombi angezogen und nach Regensburg, es blieb weitgehend trocken. Als wir heute abend in den Hacker-Pschorr Biergarten gingen, brach erneut heftiger Regen aus. Wir konnten aber einen trockenen Platz unter dem Schirm ergattern.

Unser Hotel liegt dort. Warum die Straße so heisst? Selbst recherchieren.

Wie es morgen weitergeht wissen wir noch nicht. Wir werden erstmal Richtung Nürnberg weiterfahren und dann entscheiden ob wir über die Rhön nach Bonn zurück fahren oder uns weiter Richtung Thüringen bewegen.




Samstag, 1. August 2020

Donau, Mühlviertel und Bayerischer Wald mit Schloßübernachtung

Im Bayerischen Wald

Heute sind wir wieder zurück nach Deutschland gefahren. Aller Anfang war jedoch in Straßwalchen schwer. Wir hatten uns auf den ersten 500 Metern verloren - das muss erstmal jemand nachmachen. Wir streiften nochmal zum Abschied an den Seen des Salzkammerguts vorbei, dann folgte eine recht langweilige Strecke bis zur Donau. 

an der Donau

Wir fuhren dann ins Donautal, machten dort eine Mittagspause und anschliessend ging es die Höhen hinauf ins Mühlviertel. Plötzlich waren wir wieder in Deutschland und nur noch wenige Kilometer von unserem heutigen Ziel dem Schlosshotel Fürsteneck entfernt. Jetzt sitzen wir dort bei einem kühlen Bier auf der Terrasse.
Schloss Fürsteneck
Nachdem es heute recht heiß war ist für Morgen Regen und Gewitter angesagt. Wir rechnen mit den ersten Regenfällen gegen Mittag und wollen Morgen erstmal sehen wie weit wir kommen. Die Übernachtung heute war die letzte vorgebuchte, daher sind wir - wie das Wetter - morgen flexibel.

Freitag, 31. Juli 2020

Über den Sölkpass ins Salzkammergut

am Sölkpass

Manchmal sind Tipps von Einheimischen überraschend gut. Nachdem wir im Hotel Mauterndorf einen schönen Abend mit Blasmusik im Garten genossen hatte, gab uns ein Einheimischer den Tipp über den Sölkpass ins Salzkammergut zu unserem nächste Ziel Straßwalchen zu fahren. Gesagt getan. Die Strecke war überraschend leer, landschaftlich reizvoll und durchweg mit guten Strassen gesegnet. 

Etwas ungewöhnlich waren die freundlichen Kühe am Wegesrand oder auch auf der Straße. Wir mussten schon etwas aufpassen, um nicht plötzlich hinter eine Kurve auf Kühe zu treffen.

Überraschend für uns: Hier werden auch Dreiräder und Spider freundlich von entgegenkommenden Motorradfahrern gegrüsst. Wir müssen das Zurückgrüßen noch üben.

Jausenstation am Sölkpass

Im Salzkammergut führen wir dann an einigen Seen vorbei und streiften auch kurz durch den neuen Corona Hotspot am Wolfgangsee. Nur wenige Touristen waren unterwegs, viele Lokale geschlossen. In den anderen Orten ging es schon sehr touristisch her, jetzt sind wir in Straßwalchen, ein unspektakulären Ort, wo wir übernachten.

Corona-Flaute in St. Wolfgang

Donnerstag, 30. Juli 2020

Großglockner-Hochalpenstrasse und weiter

Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Großglockner-Hochalpenstraße zeigte sich gut gelaunt, ein paar Wolken, viel Sonne und angenehme Temperaturen um die 20 Grad, auch ganz oben auf 2500 Metern. Meine warme Motorradkombi hätte ich getrost zu Hause lassen können.

Natürlich sind wir die engen Kehren mit dem Kopfsteinpflaster zur Edelweisshütte hochgefahren und haben das atemberaubende Bergpanorama bestaunt.  Auf der Fahrt vom Berg haben wir noch am größten Gletscher Österreichs der Pasterze angehalten. Leider ist aufgrund der Erwärmung nur noch wenig vom Gletscher zu sehen.



Nach dem Höhepunkt unserer Tour mussten wir noch etwa 100 Kilometer nach Mauterndorf zurücklegen. Die waren landschaftlich sehr schön, aber trotzdem etwas langweilig. Jetzt sind wir im Hotel zur Post in Mauterndorf, ein ruhiger sehr angenehmer Ort.  Das Hotel ist zu empfehlen. Hier noch ein Blick in den Biergarten mit dem Autor bei der Arbeit.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Rossfeld-Panoramastrasse und Zell am See

Auf dem Rossfeld-Scheitelpunkt
Heute waren es nur schlappe 180 Kilometer von Reit im Winkel nach Zell am See. Das war gut so, nachdem wir gestern noch etwas länger mit Spider und Motorradkumpels in Reit im Winkel zusammengesessen hatten. Das Wetter war trocken aber etwas durchwachsen, aber als wir auf Deutschlands höchste Passstraße bei Berchtesgaden mit 1500 Meter hHöhe fuhren brachen die Wolken auf und wir konnten das Panorama zumindest teilweise sehen.
Hintersee bei Berchtesgaden

Über den Hintersee und den Zauberwald führte unsere Route nach Zell am See in Österreich. Von hier aus wollen wir morgen früh den Großglockner befahren.

Dienstag, 28. Juli 2020

Von Kochel nach Reit im Winkel

Einer der vielen Zwischenstopps
Heute stand eigentlich nichts spektakuläres an, schlappe 180 Kilometer bis zum nächsten Ziel Reit im Winkel versprach entspanntes Reisen. Es war nur leider sehr heiß und die Kilometer schlichen sich auf gut ausgebauten Landstraßen dahin. Hier und da eine kleine Pause und wir schlichen auch irgendwie dahin. Dann kam der Tatzelwurm, ein schöner Bergpass mit vielen Kehren und Kurven. Damit wir nicht schon am frühen Mittag im Hotel waren besuchten wir noch Schloß Herrenchiemsee. Zu Fuß etwa 20 Minuten bei Gluthitze, zurück nahmen wir die Pferdekutsche.
Schloß Herrenchiemsee

Die letzten 30 Kilometer nach Reit im Winkel hatten wir Glück. Pünktlich um 16.30 Uhr war Regen angekündigt und er kam auch. Wir fahren zügig weiter bis zum Hotel. Kaum waren wir auf den Zimmern ging es dann richtig mit Gewitter und Starkregen los. Geschafft.

Montag, 27. Juli 2020

Bei Kaiserwetter auf die Alpenstraße

Weißensee bei Füssen
Was für ein Tag. Kaum hatten wir mit unseren Fahrzeugen das Hotel in Lindenberg verlassen und waren auf die Alpenstrasse abgebogen eröffnete sich ein Bilderbuchpanorma über das Allgäu mit den Bergen, teilweise noch schneebedeckt im Hintergrund. Wenn es schon so losgeht kann im Urlaub eigentlich nichts mehr schieflaufen. Ich war heilfroh die GoPro am Helm angebracht zu haben und konnte filmen. Vor uns lagen knappe 240 Kilometer bis nach Kochel am See. Zwischendurch, kurz hinter Füssen wollten wir einen Abstecher zu einer atemberaubenden Hängebrücke in Österreich machen.
an der Wiedkirche

Zunächst ging es quasi zur Einstimmung über zig kleine Kehren das Ochsjoch hoch. Dann verpassten wir irgendwie den Abzweig nach Österreich und besichtigten stattdessen die malerische Wiedkirche.

Blick von der Highline


Von da aus führte dann die Strasse wieder zurück zur Highline179 in der Nähe von Reutte. Es war nicht gerade billig, aber wir sind auf die Hängebrücke die schon ziemlich schwankte. Aber wir waren mutig, haben ein paar Bilder gemacht und dann ging es vorbei am Schloß Neuschwanstein wieder auf die alte Strecke, wir dann gegen 17 Uhr beim Schmied von Kochel, unserem Hotel ankamen.

Sonntag, 26. Juli 2020

Sonntag: Rheinfall, Bodensee und auf die Deutsche Alpenstraße

Heute ging es recht früh los, um 8.30 saßen wir auf den Fahrzeugen und bei durchwachsenem Wetter starteten wir zunächst aus dem Schwarzwald raus Richtung Rheinfall bei Schaffhausen. Hartwig fuhr mit seinem CanAm Spider zügig vor und machte auf den nahezu leeren Straßen ordentlich Kilometer. 

In Schaffhausen holte uns dann der Tourismus ein, trotzdem konnten wir einen Blick auf den schon beachtlichen Rheinfall werfen. Raus aus Schaffhausen war kein Vergnügen, wenn man auf die teuere Autobahnvignette verzichten will. Die wenigen vielleicht fünf Kilometer nach Deutschland waren vignettenpflichtig. Egal, wir sind nach vergeblichen anderen Versuchen Schaffhausen zu verlassen dann einfach ohne das Pickel über die Schnellstrasse Richtung Bodensee gefahren.

Am Bodensee selbst, dichter Verkehr, überfüllte Parkplätze und Promenaden - also nur ein kurzer Stopp und ab ins Hotel direkt am Beginn der Alpenstrasse.

Samstag, 25. Juli 2020

Im Schwarzwald auf dem Weg zur Alpenstraße



Heute morgen um neun Uhr ging es bei durchwachsenem aber trockenen Wetter zur ersten Etappe in den Schwarzwald los. Viele Autobahnkilometer, die letzten 80 Kilometer durch den Schwarzwald Richtung Freudenstadt. Eine Zwischenstation machten wir an einem Imbiss auf der Höhe mit Blick ins Rheintal. Dort angekommen stellte ich fest, dass ich dort, genau am gleichen Tag vor fünf Jahren mit Udo auf unserer Italienreise Stopp gemacht hatte.
Mit Hartwig zufällig am gleichen Ort wie vor fünf Jahren

Kurz vor dem Hotel kam eine sehr schöne kurvige Bergstrasse. Der Radfahrer vor mir schoss mit 60 bis 70 Stundenkilometern vor mir den Berg herunter. Nach zig Kurven erwischte es ihn dann und er stürzte in der Kurve. Wir hatten genug Abstand gehalten, der Radfahrer stand aber wieder auf und zog humpelnd sein Bike von der Fahrbahn.

Jetzt sind wir im Hotel Gut Lauterbad. Da die Zimmer noch nicht ganz fertig sind serviert uns der Wirt erstmal ein grosses Bier aufs Haus.